Smartphone, Foto (c): Antenne Brandenburg
Download (mp3, 2 MB)

Tagestipp | 17.10.2017 - Kostenfalle Ping-Anrufe

Das Telefon klingelt. Ganz kurz nur. Im Display eine Nummer und „verpasster Anruf“. Sie wollen wissen, wer da was von Ihnen wollte und rufen zurück? Oder Sie sind fix genug und schaffen es, schnell den Anruf anzunehmen? Dann wird es vermutlich sehr teuer jetzt. Dann haben Sie vielleicht einen so genannten „Ping-Anruf“ bekommen. Eine Abzock-Masche, gegen die man sich aber schützen kann.

Als „Ping Calls“ werden Lockanrufe bezeichnet, die den Angerufenen neugierig machen und zum Rückruf animieren sollen.

Sie kommen nicht von echten Menschen, sondern werden von Computern zu Hunderttausenden ausgesandt.

Wer solch einen Anruf annimmt oder eben zurückruft, für den wird es sehr teuer.

Ziel ist es, den Angerufenen so lange wie möglich in der Leitung zu halten und als so genannter „Drittanbieter“ bis zu drei Euro pro Minute einzunehmen.

Dazu werden dem Angerufenen oft langatmige Bandansagen zu scheinbar interessierenden Themen wie Gewinnspielen oder Sex-Datings vorgespielt. Gelegentlich hört der Angerufene aber auch nichts.

Wenn die Neugier siegt, wird er zurückrufen – und tappt in die Falle.

Bundesnetzagentur, Verbraucherzentralen, Landeskriminalämter und jetzt auch die Stiftung Warentest warnen und raten dazu, keinesfalls unbedacht zurückzurufen.

Wer skeptisch wegen einer unbekannten oder gar ausländischen Nummer ist, sollte diese umgehend an die Bundesnetzagentur melden.

Diese Behörde hat schon Tausende suspekter Nummern zusammengetragen. In einer entsprechenden Liste kann man abgleichen, ob der fragliche Anruf von einer dieser Nummern stammt.

In vielen Fällen hat die Behörde auch schon „Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote“ erlassen. Dadurch ist es Telefongesellschaften verboten, die Kosten der Anrufe von und zu solchen Nummern in die monatliche Rechnung zu schreiben und einzutreiben.

Da es den Betrügern ein Leichtes ist, ihre Nummern zu ändern, ist die Bundesnetzagentur bestrebt, die Liste immer zu aktualisieren.

Wenn ein o.g. Verbot für eine Nummer bereits gilt, muss man fragliche Kosten nicht bezahlen – den unstrittigen Rest der Rechnung aber schon.

Wenn ein solches Verbot noch nicht besteht oder man die Kosten bereits entrichtet hat, sollte man sich durch die Verbraucherzentrale über sein weiteres Vorgehen beraten lassen.

Die meisten Ping-Anrufe kommen derzeit aus Tunesien (Vorwahl +216) und Burundi (Vorwahl +257) bzw. nutzen deren Länderkennung.

Wer Anrufe von ihm fremden Nummern mit unbekannter Vorwahl erhält und selbst keinen Anruf aus dem Ausland erwartet, sollte den Anruf weder annehmen noch zurückrufen, so die Verbraucherschützer.

Weitere Möglichkeiten des Schutzes sind eine Drittanbietersperre (richtet die Telefongesellschaft ein), die Sperre einzelner Nummern direkt am eigenen Handy (s. Bedienungsanleitung) und auch die Entfernung der suspekten Nummern aus der Anrufliste – damit man nicht versehentlich auch „Rückruf“ tippt.

Beitrag von Susanne Selbmann

Mehr Tagestipps zum Thema Handy & Smartphone

Super.Markt - Spartipp | 04.12.2017 - Gebrauchte Handys kaufen - mit wieviel Risiko?

Für die neuesten Smartphone-Modelle von Apple, Samsung und Co. müssen Kunden tief in die Tasche greifen. Über 1000 Euro kostet das iPhone X zum Beispiel. Wer nicht unbedingt das neueste Modell braucht, für den lohnt sich auch ein gebrauchtes. Doch, worauf muss ich beim Kauf achten? Wo bekomme ich ein „sicheres“ Gebrauchtes? Und wie ist das mit der Gewährleistung? SUPER.MARKT hat die Antworten.

Download (mp3, 2 MB)
Musikbox mit Handy, Foto: Colourbox
Colourbox

Tagestipp | 06.09.2017 - Guter Klang aus dem Smartphone

Ein Smartphone hat inzwischen beinahe jeder. Und es ist ein wahrer Alleskönner: Fotoalbum samt Kamera, Navi-Gerät samt komplettem Straßenatlas, Jukebox samt meist ziemlich umfangreicher Plattensammlung. Doch wenn man die Musik abspielen möchte, gibt es meistens ein Problem: Man braucht Kopfhörer oder die Verbindung zu Boxen. Denn aus dem flachen Handy kommt nur ein blechernes klägliches Quäken. Die Lösung steht im Elektronikmarkt.

Download (mp3, 2 MB)
Mit Erfolg reklamieren, Foto: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland

Tagestipp | 23.08.2017 - App für Käuferrechte im Ausland

Wenn man im Ausland Waren kauft oder sich Produkte online bestellt, ist nicht immer eine Zufriedenheitsgarantie dabei. Antworten zu Rechten beim Einkauf im Internet, im Geschäft oder außerhalb von Geschäftsräumen gibt die App „Mit Erfolg reklamieren“, entwickelt vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ).

Download (mp3, 1 MB)

Alle Antenne Brandenburg - Tagestipps

Tagestipps bei Antenne Brandenburg, Foto: fotolia
64141456

Tagestipps

Im Antenne-Programm gibt es täglich Tipps aus der Service-Redaktion zu aktuellen Themen, wie Gesundheit und Vorsorge, alles rund ums Auto, Computertipps, Verbraucherrecht und vieles mehr.