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Tagestipp | 20.10.2017 - Das Laub muss weg!

Goldener Herbst – buntes Laub auf Wegen und Wiesen, Sonnenlicht überall – herrlich. Und dann? Dann kippt die Sache: Der Regen kommt, das Laub wird matschig und rutschig. Eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer wie etwa das Glatteis im Winter. Und genau so ist auch seine Entsorgung geregelt: Die Vorgaben für das Laubfegen sind ganz ähnlich wie die für’s Schneeräumen.

Nur auf unbefestigten Wegen gibt es einen Unterschied: da muss der Schnee weg, das Laub aber nicht.

In den meisten Städten und Gemeinden sind ansonsten die Grundstückseigentümer für die Reinigung der Gehwege von Laub zuständig.

Die Eigentümer dürfen diese Aufgabe dann delegieren – an Profis oder andere Auftragnehmer oder auch an ihre Mieter.

In dem Fall gehört diese Aufgabe in den Mietvertrag und der Eigentümer muss die Räumgeräte stellen.

Wenn Räumungsverpflichtete längere Zeit abwesend sind, müssen sie für Ersatz sorgen, damit die Laubräumung gewährleistet ist.

Die Wege müssen so vom Laub freigehalten werden, dass Passanten sie gefahrlos benutzen können.

Das heißt nicht, dass immer und sofort gefegt werden muss, und auch nicht jedes einzelne Blättchen muss weg.

Zwischen 7 und 20 Uhr jedoch gilt in den meisten Gemeinden diese so genannte Verkehrssicherheitspflicht.

Wer ihr nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 30 Euro.

Das Laub der Straßenbäume wird dann in den meisten Kommunen zentral entsorgt.

Dies geschieht in vielen Städten und Gemeinden kostenlos, in einigen aber auch kostenpflichtig.

Auf den Webseiten der Kommunen erfährt man, wie das im Einzelnen geregelt ist.

In Potsdam zum Beispiel soll das Laub der Straßenbäume zu Haufen geschichtet werden – nicht vor Freitag vor der nächsten Entsorgung – und wird dann von Kehrmaschinen eingesammelt.

Im Havelland etwa geben die Kommunen und/oder die Entsorger Laubsäcke und so genannte Big Bags aus (zum Teil kostenpflichtig) – diese werden dann vom örtlichen Bauhof oder einem Entsorgungsunternehmen abgefahren.

In Eisenhüttenstadt – nur als Beispiel – stehen in einzelnen Ortsteilen auch Abfallcontainer, in die das Laub geschüttet werden kann.

In Falkensee liefern die Bürger Laubsäcke mit Straßenlaub kostenpflichtig bei den Wertstoffhöfen ab.

Was in allen Orten nicht gestattet ist: Laub vom eigenen Grundstück auf diese Weise zu entsorgen. Dies muss – wenn es nicht zur Abdeckung von Beeten etwa gebraucht wird – kostenpflichtig und auf eigene Initiative entfernt werden.

Wer ein Problem damit hat, dass vor allem Laub von Nachbars Bäumen das eigene Grundstück bedeckt, darf auf einen Entschädigung der Mehrbelastung nicht hoffen – deutsche Gerichte haben in solchen Fällen bisher fast immer dagegen entschieden.

Laubsauger und –bläser dürfen zu bestimmten Zeiten benutzt werden: werktags 9 – 13 und 15 bis 17 Uhr. Wenn sie ein EU-Umweltzeichen tragen (also lärmgemindert sind), dürfen sie zwischen 7 und 20 Uhr eingesetzt werden.

Beitrag von Susanne Selbmann

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