Vogelhaus mit Buntspecht, Foto: Colourbox
Colourbox
Vogelhaus mit Buntspecht | Bild: Colourbox Download (mp3, 2 MB)

Tagestipp | 06.11.2018 - Tipps zum Füttern von Wildvögeln

Immer mehr Menschen unterstützen Wildvögel mit artgerechter Fütterung. Denn nicht nur den Winter gilt es für die einheimischen Wildvögel zu überstehen. Damit die Fütterung anhaltend Freude bereitet und den Tieren hilft, sollten Vogelfreunde wissen, wie sie Wildvögel ausgewogen und artgerecht füttern, und welcher Standort sich für ein Futterhaus am besten eignet. Erhard Kaup vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe klärt auf.

Passendes Futter für Weich- und Körnerfresser
„Damit sich möglichst viele verschiedene Wildvogelarten an den sprichwörtlich gedeckten Tisch setzen können, sollten sowohl Weich- als auch Körnerfresser passende Nahrung erhalten“, rät ZZF-Vorstandsmitglied und Zoofachhändler Erhard Kaup. So genannte Allesfresser (z. B. Meise und Specht) stellt man mit Fett-Körner-Mischungen zufrieden. Bei Weichfressern (z. B. Zaunkönig, Amsel, Star) stehen tierische Kost und Beeren auf dem Speiseplan. Dazu gehören Insekten und Rosinen aber auch aufgeschlossene Getreideflocken. Körnerfresser (z. B. Fink, Sperling) ernähren sich von Sonnenblumenkernen, Hanf und anderen Sämereien.

Nach besonders kalten Nächten haben die Tiere einen erhöhten Energiebedarf, um ihre Körpertemperatur zu halten. Dann sollten Vogelfreunde ein möglichst fetthaltiges Futter anbieten. „Für alle Vogelarten gibt es im Zoofachhandel eine umfangreiche Futterauswahl“, so Erhard Kaup. Der Experte ergänzt: „Auch mit der beginnenden Brutzeit im Frühjahr darf die Fütterung energiereich ausfallen. Weil aber selbst viele Körnerfresser ihre Brut unter anderem mit Insekten, Maden und Würmern versorgen, sind zusätzlich Futtermittel mit hohem Anteil tierischer Proteine wichtig.“ Auch darauf habe sich der Fachhandel in seinem Futtersortiment bestens eingestellt.

Der richtige Platz für das Vogelhaus
Gut geeignete Plätze zum Aufstellen von Vogelhäusern im Garten sind beispielsweise Rasenflächen in der Nähe von Hecken oder Hauswänden. „Unabhängig davon, ob im Garten oder auf dem Balkon: Vogelfreunde sollten hierbei darauf achten, die Futterhäuser nicht zu nah an Fensterscheiben aufzustellen, um Anflügen vorzubeugen“, warnt Erhard Kaup.

Frei aufgestellte Häuschen sollten vor Katzen und anderen „Räubern“ gesichert sein. Bei der Anbringung am Balkon entfällt dieses Problem. Als Ständer sind Metall- oder sehr glatt polierte Holzrohre geeignet. Es gibt im Fachhandel auch Katzenabwehrkrägen für den Ständer. Diese sind für Katzen ungefährlich, hindern sie jedoch daran, zum Futterhäuschen zu klettern.

Der Fressplatz muss täglich gereinigt und übrig gebliebenes Futter entfernt werden, damit sich keine Krankheitserreger ausbreiten. Ob Tierfreunde besser ein Vogelhaus oder Futtersilos installieren, hängt neben dem persönlichen Geschmack auch von der Größe der Wildvögel ab. Für ein Futtersilo spricht insbesondere, dass das Futter nicht durch Vogelkot verunreinigt wird.

Quelle: ZZF e.V.

Der 1949 gegründete Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) vertritt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen der gesamten deutschen Heimtierbranche.  

Alle Antenne Brandenburg - Tagestipps

Tagestipps bei Antenne Brandenburg, Foto: fotolia
64141456

Tagestipps

Im Antenne-Programm gibt es täglich Tipps aus der Service-Redaktion zu aktuellen Themen, wie Gesundheit und Vorsorge, alles rund ums Auto, Computertipps, Verbraucherrecht und vieles mehr.