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Tagestipp | 12.01.2018 - Für wen ist die Pflegezusatzversicherung gut?

Pflege ist ein großes Thema auch in Brandenburg. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt ständig. Und jedem muss klar sein: es kann ihn treffen, und das in jedem Alter. Die Gesetzliche Pflegeversicherung leistet dann nur einen Teil der tatsächlich anfallenden Kosten. Es bleibt zum tatsächlichen Bedarf eine erhebliche Lücke. Diese zu schließen kann zum Beispiel eine Private Pflegezusatzversicherung helfen.

Es gibt drei Grundformen dieser Versicherung:

Die Private Pflegetagegeldversicherung. Die Private Pflegekostenversicherung. Und die Private Pflegerentenversicherung.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine davon abzuschließen, sollte sich vorher klar darüber werden, welche Leistungen für ihn notwendig und wichtig sein werden.

Dabei raten die Experten von der Verbraucherzentrale, sich möglichst frühzeitig – also lange vor Eintritt des Pflegefalls – mit dem Thema zu befassen.

Die Pflegetagegeldversicherung leistet in Tagessätzen, die der Pflegebedürftige zur freien Verfügung hat – egal, ob er/sie professionell oder zu Hause von Angehörigen gepflegt wird. Dabei richtet sich die Höhe des Tagessatzes nach dem Pflegegrad. Den vollen Satz gibt es erst in den Pflegegraden 4 und 5. Die Beiträge dazu sind meist auch während der Pflege weiterzuzahlen. Der Beitrag kann im Laufe der Jahre steigen.

Die Pflegekostenversicherung ist besonders geeignet für Menschen, die später professionell, vor allem im Heim, gepflegt werden wollen oder sollen. Pflegen zu Hause die Angehörigen, leistet diese Zusatzversicherung nur einen kleinen Anteil. Generell zahlt sie erst ab Pflegegrad 2. Auch hier können die Beiträge steigen.

Die Pflegerentenversicherung hat stabile Beiträge – ist im Ganzen aber erheblich teurer als die anderen Formen. Sie zahlt dem Pflegebedürftigen eine monatliche Zusatzrente. Auch sie zahlt erst ab Pflegegrad 2.

Alle drei Formen zahlen nichts, wenn der Pflegefall nicht eintritt – auch wenn dies durch das Versterben des Versicherten der Fall sein sollte.

Alle drei Formen haben zur Voraussetzung eine genaue Gesundheitsprüfung. Viele Vorerkrankungen können einen Vertragsabschluss von vornherein ausschließen. In anderen Fällen kommt zwar ein Vertrag zustande, die Beiträge sind aber höher als bei jüngeren oder gesünderen Versicherten.

Unabhängig von einer Gesundheitsprüfung ist der sogenannte „Pflege-Bahr“ (benannt nach einem früheren Bundes-Gesundheitsminister) – eine staatlich geförderte Pflegetagegeld-Zusatzversicherung. Besteht noch keine Pflegebedürftigkeit, darf der Versicherer den Interessenten nicht ablehnen. Für die erste Leistung aus dem „Pflege-Bahr“ besteht eine Wartezeit von 5 Jahren.

Alternativ empfiehlt die Verbraucherzentrale vor allem jüngeren Menschen, auch anders für die möglicherweise anfallenden Pflegekosten vorzusorgen. Sei es mit einem Sparplan, in Aktien oder Fonds, mit einem Immobilienkauf oder mit der Entscheidung für bestimmte Wohnformen.

Beratung zu diesem Komplex bieten auch die Verbraucherzentralen.

Beitrag von Susanne Selbmann

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