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Tagestipp | 07.09.2017 - Pflegende Angehörige besser abgesichert

Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II Anfang des Jahres hat sich für die derzeit mehr als 100 000 Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen vieles verbessert. Die 5 Pflegegrade erfassen die Situation besser die die drei Pflegestufen vorher zum Beispiel. Was fast ein wenig untergegangen ist: Auch die pflegenden Angehörigen sind in einigen Punkten jetzt besser gestellt. So sind sie etwa bei Unfällen, die während der Pflege passieren, besser versichert und bekommen mehr Leistungen.

Das liegt daran, dass solche Unfälle jetzt durch die Gesetzliche Unfallversicherung reguliert werden und nicht, wie bisher, durch die Krankenkassen.

Allerdings gilt das nur für pflegende Angehörige, deren Schützling in diesem Jahr erstmals einen Pflegegrad und Pflegegeld erhalten haben.

Wer schon länger pflegt, für den gelten die alten Regelungen – also die Zuständigkeit der Krankenkassen.

Dies kann unter bestimmten Umständen ein Vorteil sein – wenn nämlich jemand sich nur zeitweise um einen Angehörigen kümmert oder in Urlaubszeiten einspringt. Unfälle in diesen Zeiten sind durch die Krankenkassen besser abgesichert als durch die Gesetzliche Unfallversicherung.

Diese greift nämlich nur bei Angehörigen, die als Pflegepersonen im Pflegegutachten benannt sind, sich dauerhaft zu Hause um den Pflegebedürftigen bemühen, mindestens an zwei Tagen pro Woche insgesamt mindestens zehn Stunden im Einsatz sind und – wie gesagt – ihre Pflegetätigkeit 2017 begonnen haben, weil ihr Angehöriger 2017 zum ersten Mal Pflegegeld beantragt hat.

Dann allerdings gehen die Leistungen der Gesetzlichen Unfallkassen sehr weit: Unfälle, die bei der Pflege passieren, Verletzungen oder auch bestimmte Erkrankungen infolge von Pflegetätigkeiten werden behandelt wie Arbeitsunfälle.

Es werden umfangreichere Behandlungskosten erstattet, der Betroffene muss keine Zuzahlungen im Krankenhaus bzw. für Medikamente leisten, Fahrten und Hilfsmittel werden großzügiger bezahlt, als dies bei den Krankenkassen üblich ist.

Es muss jedoch nachweisbar sein (und wird überprüft), dass der Unfall oder die Verletzung tatsächlich bei der Pflege passiert ist – und zwar bei Tätigkeiten, die im Pflegegutachten benannt sind.

In den einzelnen Modulen müssen genau die Einschränkungen oder Bedarfe des Pflegebedürftigen aufgeführt sein, die zu dem Malheur geführt haben. (s. Kasten – im Artikel findet sich eine entsprechende Tabelle)

Wenn etwas passiert ist, sollte der Pflegende zu seinem Arzt gehen und bei der Untersuchung angeben, dass dies eine Folge der Pflege ist. Der Arzt wird ihn dann zum Durchgangsarzt schicken, der alle Arten von (Arbeits-)Unfällen begutachtet. Mit dessen Befund geht es dann innerhalb von drei Tagen zum Träger der Unfallversicherung.

Welcher dies im Einzelfall ist, weiß die eigene Krankenkasse (bzw. die Pflegekasse des Angehörigen).

Beitrag von Susanne Selbmann

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