Waschbär auf einem Zaun, Foto: colourbox
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Tagestipp | 17.09.2021 - Schäden durch Wildtiere - wer zahlt?

Bei Haustieren ist es einfach: Wird durch Hund oder Katze ein Schaden verursacht, haftet der Halter. Bei Wildtieren sieht das ganz anders aus. Da sie keine Besitzer haben, gibt es auch niemanden, der für sie haften könnte. Menschen bleiben deshalb oft auf den Kosten sitzen, wenn Wild­schweine den Garten umgraben oder ein Wasch­bär den Schuppen verwüstet. Die Zeitschrift "Finanztest" hat sich mit diesem Thema beschäftigt und wir sprachen mit Ulrike Schulz darüber.

 

Und hier noch ein paar Hinweise in Sachen Wildtierunfall:

Wer durch Wälder oder an ausgedehnten Feldern vorbeifährt, sollte generell überaus wachsam sein und auf Tiere am Straßenrand achten.

Kommt eins ins Sicht – oder auch ein Wildwechselschild – sollten Fahrer ihr Tempo auf höchstens 70 km/h reduzieren und das Fernlicht ausschalten. Es könnte die Tiere blenden und zu unberechenbaren Fluchtbewegungen bringen.

Hupen kann die Tiere vertreiben – man muss aber damit rechnen, dass sie auch in die „falsche“ Richtung rennen.

Hat das Tier die Fahrbahn schon betreten, hilft nur kühlen Kopf bewahren und keine unbedachten Manöver zu unternehmen.

Wenn noch möglich, sollte man in Intervallen den Wagen abbremsen und nicht ausweichen.

Wenn es zu einem Auffahrunfall durch ein nachfolgendes Fahrzeug kommt oder, weil man in den Gegenverkehr gerät, könnte einen eine Mitschuld wegen grober Fahrlässigkeit treffen.

Ist ein Zusammenprall mit dem Wild nicht vermeidbar, sind dessen Folgen allemal geringer als die eines Auffahr- oder Baumunfalls.

Passieren solche Unfälle wegen kleiner Wildtiere, werden sie von den Versicherern in der Regel nicht anerkannt.

Ist der Wildunfall passiert, darf der Fahrer den Unfallort nicht verlassen. Die Polizei muss informiert werden, diese benachrichtigt dann den Jagdpächter.

Man soll das tote oder verletzte Tier nicht berühren, sich ihm auch nicht nähern und keinesfalls den Versuch unternehmen, es „zu retten“.

Man sollte mit Fotos die Situation dokumentieren – dies kann für die Versicherung wichtig sein.

Schwierig ist die Beweislage, wenn ein verletztes Tier es schafft, wegzulaufen. Dann darf man es allein nicht verfolgen, sollte aber vorhandene Spuren (etwa Haare oder Blut am Boden) fotografieren.

Was mit den Tier zu geschehen hat, entscheidet in jedem Fall der Jagdpächter.

Wer übrigens ein totes Tier mitnimmt und etwa verspeist, macht sich der Wilderei schuldig.

Wer einen Wildunfall nicht meldet, und wenn deshalb Wildbret verdirbt, kann unter Umständen durch den Jagdpächter zur Kasse gebeten werden.

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Frau an Krücken, Foto: Colourbox
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