Zahntechnik, Foto: colourbox
colourbox
Zahntechnik | Bild: colourbox Download (mp3, 2 MB)

Tagestipp | 28.08.2018 - Wann und wie Zahnzusatzversicherungen nützen

Ein gepflegtes Gebiss und schöne Zähne sind Ihnen sicher wichtig. Spannend ist aber die Frage nach den Kosten dafür. Die können sich für ein Implantat auf  mehrere tausend Euro belaufen – selbst mit Zuzahlung der Krankenkasse. So verwundert es nicht, dass jeder fünfte Kassenpatient eine Zahnzusatzversicherung hat. Doch wie sinnvoll sind die?

Bei den meisten Menschen geht irgendwann der eine oder andere Zahn kaputt. Das verursacht nicht nur Zahnschmerzen, sondern tut besonders gesetzlich Versicherten auch im Portemonnaie weh. Muss ein Zahn ersetzt werden, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung nicht die gesamten Kosten. Einen Teil der Rechnung müssen die Versicherten selbst tragen.

Je nachdem, ob der Patient sich für einen günstigen Zahnersatz wie eine Metallkrone oder für ein teures Implantat entscheidet, bleibt ein Eigenanteil zwischen 100 und einigen 1.000 Euro. Eine Zahnzusatzversicherung kann Abhilfe schaffen, lohnt sich aber nicht immer.

Welchen Zahnersatz zahlt die gesetzliche Krankenversicherung?

Zahnersatz kann für gesetzlich Versicherte teuer werden. Die Krankenkasse zahlt grundsätzlich die Hälfte der Kosten für die sogenannte Regelversorgung. Dabei handelt es sich um eine einfache und zweckmäßige Behandlung, die aus medizinischer Sicht ausreichend ist. Das kann bei Seitenzähnen eine Krone oder Brücke aus Metall sein oder eine herausnehmbare Teilprothese, sofern mehrere Zähne fehlen. Für jedes Zahnproblem haben Krankenkassen und Zahnärzte festgelegt, welche Behandlung als Regelversorgung gilt und wie viel Euro der Festzuschuss der Krankenkassen dafür beträgt.

Haben Sie Ihr Bonusheft für die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt in den vergangenen fünf Jahren regelmäßig abstempeln lassen, erhöht sich der Zuschuss der Kasse auf 60 Prozent der Regelversorgung. Bei einem Bonusheft mit Stempeln über zehn Jahre hinweg sind es 65 Prozent.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt, hängt stark davon ab, ob Sie in Zukunft viel und hochpreisigen Zahnersatz brauchen. Denn die Zahnzusatzversicherung ist verhältnismäßig teuer. Ein guter Vertrag kostet etwa 360 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Die viel wichtigere Haftpflichtversicherung gibt es bereits für 60 Euro im Jahr.

Beim Schutz für die Zähne geht es zwar um Kosten von einigen Tausend Euro, existenzbedrohend sind die Ausgaben für Zahnersatz jedoch selten. Sie sollten sich deshalb zunächst um alle wichtigeren Versicherungen kümmern, bevor Sie über einen Zahnzusatz-Vertrag nachdenken.

Die entscheidende Frage, die Sie sich dann stellen müssen, ist, wie Sie die Gesundheit Ihrer Zähne einschätzen. Die verhältnismäßig teuren Beiträge rechnen sich erst, wenn Sie hohe Kosten für Zahnersatz haben.  

Quelle: Finanztipp

Mehr Tagestipps zum Thema Versicherung

Geschütztes Haus, Foto: Colourbox
Colourbox

Tagestipp | 28.11.2018 - Wohngebäudeversicherungen im Test

Eine Wohngebäudeversicherung braucht jeder Hausbesitzer. Sie greift bei Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser und bei Elementarschäden etwa durch Überschwemmung. Auch der Hausbesitzer kann durch grobe Fahrlässigkeit Schäden verursachen: Er vergisst etwa die Kerzen auf dem Adventskranz oder einen Topf auf dem Herd. Mehr als die Hälfte der Tarife im Test Wohngebäudeversicherung deckt dieses Risiko nicht vollständig ab...

Download (mp3, 1 MB)

Alle Antenne Brandenburg - Tagestipps

Tagestipps bei Antenne Brandenburg, Foto: fotolia
64141456

Tagestipps

Im Antenne-Programm gibt es täglich Tipps aus der Service-Redaktion zu aktuellen Themen, wie Gesundheit und Vorsorge, alles rund ums Auto, Computertipps, Verbraucherrecht und vieles mehr.