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Tagestipp | 21.09.2017 - Welche Kranken-Zusatzversicherung braucht man wirklich?

Der Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter abgespeckt worden. Die Zuschüsse wurden immer kleiner oder fielen ganz weg. Die Versicherungswirtschaft sah dies schnell als Chance: es gibt einen riesigen Markt an Zusatzversicherungen. Zähne, Brillen, Naturheilmittel, den Aufenthalt im Krankenhaus oder Krankheit im Urlaub – man kann das alles privat zusätzlich absichern. Aber ist das wirklich sinnvoll?

Zunächst sollte jeder sich bei seiner Gesetzlichen Krankenkasse erkundigen, welche Leistungen sie genau anbietet und welche Kosten sie tatsächlich übernimmt.

Es gibt zwar einen gesetzlich vorgegebenen Leistungskatalog der Krankenkassen – der macht aber nur 95 Prozent ihres Angebotes aus.

Den Rest bestimmen sie selbst – Informationen bekommt man telefonisch oder online und natürlich im Kleingedruckten des Versicherungsvertrages.

Vor Abschluss einer Zusatzversicherung sollte man auch das Kleingedruckte dieser Police lesen – denn bei den meisten gibt es entscheidende Einschränkungen.

So gibt es fast immer eine Wartezeit, bevor zum ersten Mal geleistet wird – meist ein Vierteljahr.

Dann schließen besonders Zahnzusatzversicherungen Leistungen aus, wenn Schäden am betreffenden Zahn schon vor Vertragsabschluss bekannt und dokumentiert waren.

Und keine dieser Zusatzversicherungen – so die Stiftung Warentest – leistet vollen Ersatz. Es schwankt zwischen 90 oder auch nur 40 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten.

Viele Krankenzusatzversicherungen gibt es im Paket – ein Test hat aber ergeben: die einzelnen Komponenten sind niemals alle gleichermaßen gut. Wer seinen Bedarf definieren kann, fährt mit Einzelverträgen meist preislich günstiger und bekommt mehr Leistungen dafür.

Aus Sicht von Verbraucherschützern ist nur die Auslands-Krankenversicherung ein absolutes MUSS für Urlauber. Für sehr geringe Beiträge gleicht diese Versicherung aber Kosten aus, die eine Gesetzliche Versicherung bei Krankheit im Ausland keinesfalls übernimmt.

Man sollte diese Versicherung jedoch nicht im Reisebüro mitbuchen – die Angebote anderswo sind meist besser.

Zahn- und Naturheilverfahrens-Versicherung seien „Kann-Versicherungen“ – für manchen lohnen sie sich tatsächlich, für viele aber auch nicht.

Diese fahren besser, wenn sie regelmäßig Geld auf die hohe Kante legen und dann die notwendige Leistung selbst bezahlen.

Zahnzusatzversicherungen für Kleinkinder soll man sich gar nicht aufschwatzen lassen.

Die Brillenversicherung lohnt sich nur für Menschen, deren Sehvermögen sich öfter ändert und die deswegen relativ häufig eine neue Brille benötigen. Alle anderen sollten lieber ansparen – so die Verbraucherzentralen.

In Sachen Naturheilverfahren gibt es noch eine Besonderheit: einige davon werden inzwischen von Ärzten (Schulmedizinern) angeboten – so bestimmte Akupunktur-Methoden, Chiropraxis, Manuelle Therapie oder auch Homöopathie. Wenn dies so ist, zahlt diese Leistungen dann auch (meist) die Gesetzliche Krankenversicherung. Und in dem Falle dann nicht die Zusatzversicherung.

Auch diese Feinheiten finden sich im Kleingedruckten – vor Abschluss einer Zusatzversicherung das also in jedem Falle genau lesen und sich beraten lassen.

Beitrag von Susanne Selbmann

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