Großes Haus am Schillerplatz, Hauptspielstätte des Staatstheaters Cottbus bei Nacht (Foto: Marlies Kross
Bild: Marlies Kross

- Frau Luna - Staatstheater Cottbus

Eine Operette von Paul Lincke nach einem Libretto von Heinrich Bolten-Baeckers. Die Operette "Frau Luna" lebt von ihren unsterblichen Melodien, die den schwungvollen Klang der Berliner Jahrhundertwende auferstehen lassen.

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, fliegen zu können? Den Alltag zu verlassen und federleicht in unbekannte Regionen aufzubrechen? Als sich für den Mechaniker Fritz Steppke liebes- und arbeitsmäßig Probleme auftun, wagt er das Abenteuer. Trotz aller Warnungen seiner Verlobten Marie gondelt er in einem selbst gebauten Expressballon durch die sprichwörtliche „Berliner Luft, Luft, Luft“ zum Mond, der ihn schon immer faszinierte. Mit seinen Freunden Lämmermeier und Pannecke sowie dessen Braut Frau Pusebach im Schlepptau landet er im exotischen Reich der Frau Luna. Venus, Mars und die Götter der Gestirne geben sich bei rauschenden Festen ein Stelldichein. Dass die Mondbewohner auffällige Ähnlichkeiten mit den Typen der soeben fluchtartig verlassenen Heimat haben, muss Steppke erst einmal verkraften. Noch mehr, dass Frau Luna der heimlich angehimmelten Chansonette aus dem Berliner Vorderhaus erstaunlich ähnelt und sich eindeutig für ihn interessiert. Doch kurz bevor er glaubt, in ihren Armen „abzustürzen“, verlassen er und seine Freunde den Mond – wissend, dass es hier auch nicht anders zugeht als in der heimischen Mansardenwohnung.

Der Komponist Paul Lincke hat in FRAU LUNA (1899) den ganz speziellen Humor und Ton der sich rasant entwickelnden Metropole Berlin – mit all ihren Gegensätzen, Möglichkeiten und Verlockungen – aufgegriffen. Die Operette lebt von ihren unsterblichen Melodien, die den schwungvollen Klang der Berliner Jahrhundertwende auferstehen lassen.