Staatstheater Cottbus: My Fair Lady mit Hardy Brachmann (Freddy Eynsford-Hill) und Eve Rades (Eliza Doolittle) sowie Damen und Herren des Balletts; © Klaus Gigga
Bild: Klaus Gigga

- My Fair Lady - Staatstheater Cottbus

Nach Bernard Shaws „Pygmalion“ und dem Film von Gabriel Pascal - My Fair Lady am Staatstheater Cottbus. 

Was treibt der berühmte Sprachexperte und bekennende Junggeselle Professor Henry Higgins mit der hübschen, unehelichen Tochter eines trunksüchtigen Müllkutschers? Täglich mehrere Stunden? Sie irren! Sein Anliegen ist höchst platonischer Art. Aufgrund einer Wette mit Oberst Pickering versucht er, einem armen Blumenmädchen binnen weniger Monate die Sprache der gesellschaftlich gehobenen Schichten beizubringen. Eliza heißt das Objekt seiner wissenschaftlichen Begierde, das er ehrgeizig und unerbittlich von früh bis abends traktiert. Als Höhe- und Endpunkt der Wette zwischen den beiden Sprachwissenschaftlern soll Eliza beim Ball der Botschaft auftreten und öffentlich als Lady akzeptiert werden.

Staatstheater Cottbus: My Fair Lady mit Eve Rades (Eliza Doolittle); © Klaus Gigga

Das junge Mädchen, in seinem neuen Abendkleid traumhaft schön, besteht die ultimative Prüfung mit Bravour. Higgins triumphiert. Sein wissenschaftliches System hat funktioniert. Aber scheint nicht längst hinter der Fassade des großen Frauen-Dompteurs eine schüchterne Liebesbedürftigkeit hervor, die er sorgsam zu verdrängen sucht? Eliza jedoch steigt aus. Sie wirft dem „lieben Gott“ Henry Higgins die Pantoffeln an den Kopf und gibt ihm Nachhilfeunterricht in der Behandlung eines Menschen. Higgins verletzte Eigenliebe mündet in Wut. Wer erzieht hier eigentlich wen?

Nach George Bernard Shaws Komödie „Pygmalion“ schufen Frederick Loewe und Alan Jay Lerner 1956 ein Musical, das weltweit zu einer gigantischen Erfolgsstory wurde und dessen Melodien noch heute als Hits um die Welt gehen.