Nürnberg, Bild: Udo Krause
Nürnberg | Bild: Uckermärkische Bühnen Schwedt / Udo Krause

- Nürnberg - die deutsche Erstaufführung in Schwedt

Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt laden am 13. und 14. September 2019 ein zur Premiere dieses facettenreichen, ernüchternden Politthrillers, der schonungslos Wahrheiten ausspricht. In Zeiten moderner und umfassender Überwachungsmethoden ein hochbrisanter, aktueller Stoff. 

Warschau. Ein Interview, zwei Gesprächspartner. Auf der einen Seite Oberst Stefan Kołodziej, der als Beamter im Ruhestand einen angenehmen Lebensabend verbringt, auf der anderen Seite Hanka Stachowska, eine Journalistin an der Schwelle zum Durchbruch. Doch Hanka erwartet nicht die nächste große Story, sondern das Geständnis eines alten Mannes, der einst für die Russen das eigene Land ausspähte, seine polnischen Mitbürger bespitzelte, zu Fall oder gleich um ihr Leben brachte. Auch Hankas Leben habe er als unsichtbare Schattengestalt maßgeblich beeinflusst. Zwischen Hanka und dem Oberst entspinnt sich eine messerscharfe Diskussion um die Geschichte Polens, eine kalte Abrechnung mit dem Kommunismus und den Verbrechen, die in seinem Namen geschahen. Dabei verfolgt der Oberst ein bestimmtes Ziel: er will büßen, zur Rechenschaft gezogen und rechtmäßig verurteilt werden - seinen eigenen „Nürnberger Prozess“. Und Hanka soll die Anklage einleiten ...

Mit Nürnberg liefert Wojciech Tomczyk den Versuch einer Aufarbeitung polnischer Geschichte, die auch uns Deutschen angesichts unserer DDR-Vergangenheit nicht fremd sein kann, eingebettet in einen aktuellen und doppelbödigen Politthriller.

NÜRNBERG. Von Wojciech Tomczyk.
Schauspiel aus dem Polnischen von Andreas Volk
Regie: Sonja Hilberger

Premieren: 13./14. September 2019, 19:30 Uhr, intimes theater

Weitere Aufführungen:
21. September 2019, 19:30 Uhr
02. Oktober 2019, 10:30 Uhr
04. Oktober 2019, 19:30 Uhr
17. Oktober 2019, 19:30 Uhr
26. Oktober 2019, 19:30 Uhr
jeweils intimes theater