Foto: Colourbox
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Garten-Sprechstunde mit Hans Dietz - Rosenschnitt und Praxistipps

Hobbygärtner wissen: Wenn die Forsythiensträucher blühen, dann beginnt die Rosensaison. Und da haben wir die besten Tipps aus der letzten Saison von unserem Rosenexperten Hans Dietz aus Wilhelmshorst.

Rosen
Wenn kein Frost mehr droht, können Sie die Rosen von ihrem Schutzmantel befreien – der Anhäufelung mit Erde und den Reisigzweigen. Lockern Sie vorsichtig den Boden rund um die Rosen und entfernen Sie Unkraut. Speziell die öfterblühenden Sorten brauchen viel Kraft, um den ganzen Sommer zu blühen. Gönnen Sie Ihren Rosen also eine Gabe mineralischen Langzeitdünger, verrotteten Kompost oder Stallmist. Im Frühjahr steht jedoch nicht nur Rosenpflege auf dem Arbeitsplan, sondern auch das Pflanzen. Den Standort sorgfältig auswählen: Rosen lieben es sonnig und luftig. Denn an stickigen Orten droht Schädlingsbefall. Halten Sie zirka 50 Zentimeter Abstand zu anderen Sträuchern oder Stauden, damit das Laub genug Luft bekommt.

Kletterrosen pflegen
Neben schwachen Trieben werden einige der ältesten Triebe entfernt, um die Pflanzen zu verjüngen. Letztjährige Triebe an der Kletterhilfe festbinden. Je waagerechter sie geführt werden, desto mehr Blüten sind zu erwarten.

Beetrosen jetzt zurückschneiden
Wenn die Forsythien blühen, aber spätestens bis Ende April, können Sie die Beetrosen von ihrem Winterschutz aus Fichtenreisig oder Laub befreien. Für den Rückschnitt gilt: Ein starker Rückschnitt bewirkt einen starken Austrieb weniger kräftiger Triebe, ein schwacher Schnitt dagegen den Austrieb vieler dünner Triebe. Deshalb werden starke Rosentriebe schwach, dünne Triebe kräftig zurückgeschnitten. Die Schere wird etwa 5 mm oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe leicht schräg angesetzt.

Hochstammrose schneiden
Für den Schnitt mehrmals blühender Hochstammrosen gelten die gleichen Regeln wie für den Schnitt von öfter blühenden Beet- und Strauchrosen. Kranke und nach innen wachsende Triebe sollten jetzt entfernt werden. Damit die Hochstammrose eine kugelige Form erhält, werden die Zweige radikal auf 20 cm einkürzt. Wählen Sie die Schnittstellen so, dass eine regelmäßige Form entsteht. Bildet eine Edelrose die Krone Ihrer Hochstammrose, müssen zusätzlich dünne und schwache Triebe entfernt werden.

Rosen zurückschneiden
Damit Rosen kräftig treiben und gesund bleiben, sollten sie jetzt zurückgeschnitten werden. Für alle Rosentypen gilt folgende Schnittregel: Ein starker Rückschnitt bewirkt einen starken Neutrieb aus wenigen, langen, kräftigen Trieben; ein schwacher Rückschnitt führt zu einem schwachen Neutrieb aus zahlreichen kurzen Trieben. Wichtig ist, dass Sie den Trieb etwa 5 mm über dem Auge (Triebknospe) leicht schräg mit einer scharfen Schere abschneiden.

Frühjahrsschnitt an Rosen
Je nach Wuchsform und Blühverhalten:
Öfter blühende Beet-, Polyantha- und Edelrosen brauchen einen regelmäßigen Schnitt, weil sie sonst im Laufe der Jahre immer weniger blühen. Als Faustregel gilt: Schneidet man sie nur zaghaft zurück, entstehen viele, aber schwache Zweige, die große Blüten nicht halten können. Ein starker Rückschnitt führt dagegen zu wenigen, aber kräftigen neuen Trieben. Entfernen Sie deshalb im März oder April altes, abgestorbenes Holz sowie alle Zweige, die nach innen wachsen. Die übrigen Triebe kürzen Sie auf 20 bis 40 cm.

Im Gegensatz dazu schneidet man öfter blühende Kleinstrauchrosen (Bodendeckerrosen) alle drei Jahre vor dem Austrieb radikal auf 10 cm über dem Boden zurück. Die neuen Triebe verzweigen sich stark und blühen sehr reich. Ansonsten genügt es, altes und totes Holz zu entfernen.

Bei öfter blühenden Kletterrosen kürzen Sie jetzt die Seitentriebe auf wenige Knospen ein und entfernen alte und tote Zweige. Bei einmal blühenden Kletter- und Strauchrosen setzt man die Schere behutsam an. Entfernen Sie nur krankes und totes Holz.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit, alle Angaben ohne Gewähr.

Beitrag von Serviceredaktion