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Rowohlt Berlin
Rezension von | Bild: Rowohlt Berlin

Buchtipp | 19.10.2023 - Valery Tscheplanowa: Das Pferd im Brunnen

Alles beginnt in einer kleinen Wohnung mit Schaukelstuhl in einem russischen Kurort bei Kasan, in dem einst Stalin seine Sommer verbrachte. Hierhin kehrt Walja nach dem Tod ihrer Großmutter Nina zurück. Walja begibt sich auf Spurensuche, versucht zu verstehen, wo sie selbst herkommt...

Valery Tscheplanowa kam mit 8 Jahren aus Kasan, ihrer Heimatstadt an der Wolga, nach Deutschland. Sie sprach nur russisch und verstummte komplett – für ein halbes Jahr. Aber als sie wieder zu reden begann, sprach sie akzentfrei deutsch. So hat sie es einmal erzählt.

Valery Tscheplanowa hat ihr Roman-Debüt vorgelegt. Wir kennen sie bislang vor allem als Schauspielerin und Sängerin. Für ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und 2017 zur "Schauspielerin des Jahres" gewählt. Die Liebe zur Sprache habe sie zum Theater gebracht, sagte die heute 43-jährige rückblickend. Sie war lange Ensemblemitglied am Deutschen Theater, feierte Erfolge an der Berliner Volksbühne und am Münchner Residenztheater. In diesem Jahr spielte sie in Lessings "Nathan der Weise" bei den Salzburger Festspielen.

Vor kurzem erschien nun ihr erstes Buch...

Beitrag von Carsten Wist

Vorgestellt in der Sendung

Stuhlreihe im Theater, Foto: Colourbox
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Buchtipps aus vergangenen Sendungen

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Mit „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“, ein Dreiteiler von Haruki Murakami, hat man 640 Seiten zu lesen und taucht ab in eine verwunschene Welt. Der Titel des neuen Buches klingt nach Berlin, hat aber so rein gar nichts damit zu tun. Ein bizarres Werk bzw. wie ein Kritiker schrieb: "eine schaurig behagliche Weltflucht in dieser sonst ja überhaupt nicht behaglichen Zeit“. Carsten Wist stellt das Buch vor.

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Buchtipp | 11.01.2024 - Joanna Bator: Bitternis

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Bücherregal, Foto: Colourbox, Jan Sluimer
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